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    <title>eigenhirn - Unterwegs</title>
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    <description>Eine höchst persönliche Sicht der Dinge.</description>
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    <pubDate>Wed, 05 Oct 2011 16:45:15 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: eigenhirn - Unterwegs - Eine höchst persönliche Sicht der Dinge.</title>
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    <title>Gelesen: Allein auf der Elbe</title>
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            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Tommy Lehmann: Allein auf der Elbe&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer im Faltboot&lt;br /&gt;
(NOTschriften Verlag, 2011)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/product-reviews/3940200492/&quot; title=&quot;Link: Rezension bei Amazon&quot;&gt;Kunden-Rezension bei Amazon&lt;/a&gt; beschreibt es sehr gut: das Buch ist ein &quot;&lt;em&gt;Road-Movie auf dem Fluss&lt;/em&gt;&quot;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Angetrieben durch einen Impuls, den sein verstorbener Vater setzte, paddelt der Autor im Faltboot die Elbe entlang &amp;mdash; soweit es sinnvoll geht: von &lt;a href=&quot;http://maps.google.de/maps?q=Kuks,+Tschechien&quot; title=&quot;Google Maps: Kuks (Tschechien)&quot;&gt;Kuks (Tschechien)&lt;/a&gt; nach &lt;a href=&quot;http://maps.google.de/maps?q=Cuxhaven&amp;+Niedersachsen&quot; title=&quot;Google Maps: Cuxhaven (Deutschland)&quot;&gt;Cux(haven) (Deutschland).&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Unbekümmert und freimütig beschreibt Lehmann in seinem sympathisch erzählerisch gehaltenem Stil seine persönlichen Erlebnisse auf dieser Reise entlang der Elbe: gute und weniger gute Begegnungen, gutes und weniger gutes Wetter.&lt;br /&gt;
Und so ganz nebenbei erfährt der Leser, wo es gutes Bier, leckeren Wein und günstiges Essen entlang der Elbe gibt. Landschaftliche Beschreibungen und Ausflüge in Kultur und Geschichte runden das Buch ab, lassen es aber nie langatmig werden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Man bekommt eindeutig Lust, selbst ein Boot ins Wasser zu setzen und ein Paddel in die Hand zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig wurde bei mir auch die Lust geweckt, Landschaften mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleben: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Motorrad oder auch per Kanu.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Oct 2011 21:30:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Verkehrsregeln in Italien</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/134-Verkehrsregeln-in-Italien.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
In dem Konstrukt, das wir heute als &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Union&quot; title=&quot;Wikipedia: Europäische Union&quot;&gt;EU&lt;/a&gt;&quot; kennen, war Italien von Anfang an dabei: ich erinnere da nur an die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Römische_Verträge&quot; title=&quot;Wikipedia: Römische Verträge&quot;&gt;Römischen Verträge&lt;/a&gt; von 1957.&lt;br /&gt;
Rein historisch könnte man mit etwas guten Willen sogar noch sehr viel weiter zurück gehen, aber lassen wir das mal für den Moment.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die EU ist nun unter anderem dafür bekannt, dass sie viele Dinge sehr detailliert regelt: so wurden z.B. schon 1988 &lt;a href=&quot;http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31988R1677:DE:html&quot; title=&quot;Verordnung zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Gurken&quot;&gt;verbindliche Qualitätsnormen für Gurken&lt;/a&gt; beschlossen und auch &lt;a href=&quot;http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31994R2257:DE:HTML&quot; title=&quot;Verordnung zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Bananen&quot;&gt;bei Bananen versteht man seit 1994 keinen Spaß mehr&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Man sollte also meinen, dass solche grundlegenden Dinge wie Verkehrsregeln in den aktuell 27 Mitgliedsländern (Stand: September 2011) schon lange festgeschriebener, anerkannter und gelebter Standard sind.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Falsch, falsch, falsch!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Dass dem eben nicht so ist, zeigt allein schon das Vereinigte Königreich (fälschlicher Weise auch bekannt als &quot;Großbritannien&quot;) mit seinem Linksverkehr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber es geht noch viel besser und weitaus subtiler:
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verkehrsregeln in italienischen Städten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Achtung:&lt;br /&gt;
Die folgenden Ausführungen entspringen rein subjektiven Beobachtungen.&lt;br /&gt;
Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollen auch keinerlei Richtschnur für das Verhalten anderer darstellen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber - seien wir ehrlich - &lt;strong&gt;mir haben sie geholfen&lt;/strong&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Oberste und wichtigste Regel: &lt;strong&gt;Wer rollt, hat Vorfahrt.&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Innerorts beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit das 1,5-fache der vernünftigen Geschwindigkeit.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das zweifache der vernünftigen Geschwindigkeit wird allerseits noch absolut toleriert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrspuren sind grobe Vorgaben: deutlich links und rechts der Begrenzung ist insbesondere bei Überholvorgängen absolut akzeptabel.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wenn eine Ampel auf rot umspringt, darf man darüber nachdenken, eventuell anzuhalten.&lt;br /&gt;
Aber nur, wenn man noch mindestens 50 Meter von ihr entfernt ist!&lt;br /&gt;
Andernfalls: unbedingt weiterfahren!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wenn eine Ampel auf grün umspringt, darf man vorsichtig losfahren.&lt;br /&gt;
Dabei aber unbedingt auf den querenden Verkehr achten! (Siehe dazu auch die vorige Regel.)
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Hupe dient der zwischenmenschlichen Kommunikation, nicht als Warnsignal! (vgl. Spezialisierung 1)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;hr style=&quot;margin-top: 5ex;&quot; /&gt;
&lt;p&gt;
Spezialisierung 1: geltend für Personen, die sich eventuell kennen könnten:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einmal hupen&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;&quot;Luigi! Come stai?&quot; (Hallo Ludwig! Wie geht&#039;s dir?)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweimal hupen&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;&quot;Ciao bella! Va bene!&quot; (Hallo Süße! Alles klar! Mir geht&#039;s prima.)&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Spezialisierung 1 geltend für Personen, die sich unmöglich kennen können und auch nicht über 13 Ecken miteinander verwandt sind:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einmal hupen&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;&quot;Passo!&quot; (Hey Typ! Ich fahre jetzt!)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweimal hupen&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;&quot;Okay!&quot; (Jo!)&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 02 Sep 2011 19:48:24 +0200</pubDate>
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    <title>Innerdeutsche Flüge</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/133-Innerdeutsche-Fluege.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ist es sinnvoll, innerhalb von Deutschland zu fliegen?&lt;br /&gt;
Hat es Vorteile, auf diesen relative kurzen Distanzen das Flugzeug zu benutzen?&lt;br /&gt;
Ich weiß es nicht &amp;mdash; aber ich denke mal laut nach.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Strecke Hamburg - München dürfte innerhalb der Bundesrepublik vermutlich die größte Distanz sein, wenn man nur große Verkehrsflughäfen in Betracht zieht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Flugzeit: 1 Stunde 20 Minuten.&lt;br /&gt;
Fahrtzeit mit der Bahn: ca. 6 Stunden
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vordergründig also ein immenser Zeitgewinn gegenüer der Bahn.&lt;br /&gt;
Aber wenn ich in Betracht ziehe, dass man selbst bei innerdeutschen Verbindungen mindestens ein-einhalb Stunden vor Abflug am Flughafen sein sollte, bei der Bahn aber 5 Minuten reichen, schmilzt der Vorsprung schon beträchtlich.&lt;br /&gt;
Das Flugzeut ist plötzlich nur noch drei Stunden schneller.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wielange dauert es, bis man nach einem Flug sein Gepäck in Empfang genommen und den Flughafen verlassen hat?&lt;br /&gt;
Schon eine Weile!&lt;br /&gt;
Im Bahnhof klemme ich mir meinen Koffer unter den Arm und ziehe sofort von dannen.&lt;br /&gt;
(Hier gebe ich aber gerne zu, dass man bei Kurzstreckenflügen möglicherweise nur Handgepäck hat und somit auch am Flughafen nicht warten muss.)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wielange dauert es, vom Ankunftsort zu seinem eigenglichen Ziel zu gelangen?&lt;br /&gt;
Sagen wir mal, es möge im Stadtzentrum liegen.&lt;br /&gt;
Bahnhöfe liegen in aller Regel näher am Zentrum einer Stadt als dies Flughäfen tun!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das alles sind nur unausgegorere Überlegungen.&lt;br /&gt;
Ohne den Anspruch, alle Aspekte bedacht zu haben,&lt;br /&gt;
und ohne den Anspruch, korrekt recherchiert worden zu sein.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das alles wäre doch mal eine wissenschaftlich korrekte Untersuchung wert &amp;ndash; inkl. volks- und betriebswirtschaftlicher Überlegungen, Ökobilanzen und korrekter mathematischer Modell.&lt;br /&gt;
Und dann müsste daraus eine App für Smartphones entstehen, die mir alle denkbaren Reisemöglichkeiten von hier nach irgendwo auflistet: sortiert nach Schnelligkeit oder Preis.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und noch eine Dimension gilt es, zu betrachten:&lt;br /&gt;
Nehmen wir mal an, ich möchte die Reisezeit sinnvoll nutzen - lesen, arbeiten oder meinetwegen auch schlafen.&lt;br /&gt;
In welchem Verkehrsmittel habe ich mehr Zeit am Stück, die ich nutzen kann: Flieger oder Bahn?
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 01 Jul 2011 22:28:30 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Gelesen: Zauber des Orients</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/131-Gelesen-Zauber-des-Orients.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Andreas Hülmann: &lt;strong&gt;Zauber des Orients&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Kurs Ost: Auf den historischen Karawanenrouten zu den sagenumwobenen Städten entlang der Seidenstraße&lt;br /&gt;
(Highlights-Verlag 2010)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vier Monate, 17.000 Kilometer, neun Staaten (wenn man die mitteleuropäischen Länder auf der Anreise unterschlägt). Grobe Richtung: Ost-Süd-Ost.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Andreas Hülsmann und seine Frau Claudia fahren mit zwei Motorrädern auf den Spuren Marco Polos (zum Teil) entlang der Seidenstraße gen Osten. Ihr eigentliches Ziel &amp;ndash; den Baikalsee &amp;ndash; erreichen Sie dabei nicht: zu früh bricht der Winter herein und führt zu der Entscheidung, ab Krasnojarsk die Richtung zu wechseln.&lt;br /&gt;
Das Abenteuer soll nicht zur Dummheit verkommen &amp;mdash; und so wird der erste Teil der Heimreise mit der Transsibirischen Einsenbahn angetreten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Hülsmann fesselt &amp;mdash; die gut 220 Seiten des Taschenbuchs lassen sich mühelos in einem Rutsch durchlesen.&lt;br /&gt;
Die Mischung ist perfekt gelungen: persönliche Gedanken und Sichtweisen, Beschreibung von Reiseerlebnissen mit Mensch und Landschaft und die Schilderung von Mühen mit Technik und Bürokratie fügen sich zu einem spannenden und unterhaltsamen Ganzen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Grenzübertritte haben offenbar bleibende Erinnerungen im Gedächtnis des Autors hinterlassen: Bürokratie, Willkür, Bestechlichkeit, Neugier und diverse andere Eigenarten der Zöllner werden immer wieder unter die Lupe genommen. Trotzdem bleibt Raum für andere Erlebnisse mit Mensch und Land.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Das Buch polarisiert.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei den einen wird der &quot;Travelbug&quot; (wie der Autor den Auslöser des Reisefiebers nennt) gefüttert:&lt;br /&gt;
Aufbruch lieber heute als morgen, hin zu den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die noch abseits der üblichen Touristenpfade liegen. Abenteuer pur mit Menschen voller Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit, die eigentlich nichts zu verschenken haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei den anderen wird der &quot;Travelbug&quot; in seine Schranken verwiesen:&lt;br /&gt;
Grenzübertritte, die Stunden dauern und bei denen man der Willkür der Grenzer ausgeliefert ist.&lt;br /&gt;
Alle paar Kilometer polizeiliche Kontrollen.&lt;br /&gt;
Straßen, die diesen Namen nicht verdient haben, und Wege, auf denen wohl schon einmal jemand gefahren sein soll &amp;mdash; damals.&lt;br /&gt;
Erfolg und Weiterkommen nur mit einem gerüttelt Maß an Unverfrorenheit, lautstarker Diskussionsfreude, Trinkfestigkeit und zumindest ein paar einschlägigen russischen Vokabeln &amp;ndash; Flüche und Verwünschungen ausdrücklich eingeschlossen.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 26 May 2011 14:00:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Gelesen: Jupiters Fahrt</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/130-Gelesen-Jupiters-Fahrt.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Ted Simon: &lt;strong&gt;Jupiters Fahrt&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Motorrad um die Welt&lt;br /&gt;
(rororo 2009)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Man darf sich nicht täuschen lassen: das Manuskript ist alt. Die von mir gelesene Auflage ist die zwölfte (!) im rororo-Verlag. Im englischen Original ist das Buch erstmals 1979 bei Hamish Hamilton erschienen.&lt;br /&gt;
Das Buch kann man also offenbar getrost als &quot;Klassiker&quot; bezeichnen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
1973 macht sich der damals 42jährige Ted Simon mit einem Motorrad der britischen Marke Triumph auf, die Welt zu erkunden.&lt;br /&gt;
In den folgenden vier Jahren wird er ca. 100.000 km zurücklegen und dabei 53 Länder besuchen.&lt;br /&gt;
Seine Reise führt ihn durch Europa und Afrika, Süd-, Mittel- und kleine Teile Nord-Amerikas. Im Bogen über Australien und einige Länder Asiens geht es dann wieder zurück nach Großbritannien.&lt;br /&gt;
Auf &lt;a href=&quot;http://www.gnomad.de/weltreise/weltreise-mit-dem-motorrad-ted-simon/&quot; title=&quot;Link: gnomad.de: Interview mit Ted Simon aus der &#039;Zeit&#039;&quot;&gt;gnomad.de&lt;/a&gt; finden sich ein Interview mit Simon und eine Übersichtskarte seiner Strecke. Interview und Karte beziehen sich dabei auf die Wiederholung der Reise, die Simon im Alter von 70 Jahren in Angriff nahm. Aber das ist Thema eines zweiten Buches und vielleicht eines Tages eines weiteren Blog-Artikels.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Simon erzählt von seinen ganz persönlichen Erlebnissen, Gedanken und Sichtweisen, seinen Ängsten, der immer wiederkehrenden Frage nach dem Warum, seinen Gedanken und Beobachtungen. Der Leser erfährt, wie ihn diese Reise zum Teil verändert, welche Werte in den Hintergrund treten und neuen Platz machen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zum Teil treten dabei die Reiseroute, die Landschaft, Schwierigkeiten bei Grenzübertritten und sonstige Dinge, die man klassischer Weise in Reiseberichten erwartet, ein wenig in den Hintergrund. Aber ich habe all das nicht vermisst.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Buch ist ganz sicher kein Reiseführer und keine Planungsvorlage für ähnliche Unternehmungen.&lt;br /&gt;
Es ist eine gut gelungene Beobachtung der eigenen Gefühle, Ängste und Hoffnungen eines Weltreisenden, der auf vielfältige Weise in Kontakt kommt mit Menschen und Kulturen, aber auch politischen und bürokratischen Schwierigkeiten.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 May 2011 19:51:16 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Willst Du Fleisch?</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/129-Willst-Du-Fleisch.html</link>
            <category>(Mit-)Menschliches</category>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wenn Dich Dein schweizer Gastgeber morgens um sieben fragt: &lt;em&gt;&quot;Willst Du Fleisch?&quot;&lt;/em&gt; denkt er nicht, dass er Dir gerade mit einem blutigen Steak eine Freude machen kann.&lt;br /&gt;
Er hat auch durchaus nicht die Vorstellung, dass Du löwengleich große Stücke aus einem toten Tier reißt und diese genüsslich verspeist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nein, er möchte einfach nur wissen, ob Du etwas Wurst oder Schinken auf Dein Brot haben möchtest.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 May 2011 22:27:59 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Erklär-Bär: Reifen</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/128-Erklaer-Baer-Reifen.html</link>
            <category>(Mit-)Menschliches</category>
            <category>Technik, die begeistert</category>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
In einer Informationsbroschüre einer Motorradzeitschrft zum Thema &quot;Reifen&quot; heißt es:
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
Die Haftreibung zwischen Reifen und Straße wird als Grip bezeichnet und ist bei allen Fahrsituationen unverzichtbar.
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;
&quot;&lt;em&gt;Ach was!&lt;/em&gt;&quot; dachte ich.&lt;br /&gt;
&quot;&lt;em&gt;Welch eine bahnbrechende neue Erkenntnis!&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;
Besonders der Teil mit &quot;&lt;em&gt;unverzichtbar&lt;/em&gt;&quot; ist ja wirklich erhellend!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&quot;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ihr Hohlbirnen!&lt;/strong&gt; Für wie bescheuert haltet ihr eigentlich eure Leser?&lt;/em&gt;&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ging so durch meinen Kopf und ich war war d&#039;rauf und d&#039;ran, eine lange Ereiferung darüber zu schreiben, wie verschaukelt ich mir vorkomme, wenn ich so etwas lesen muss.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;OK, streng genommen MUSS ich es ja nicht lesen.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber:&lt;br /&gt;
Als regelmäßiger Leser einer bestimmten Zeitschrift gehe ich schon so ein bisschen davon aus, dass ich in diesem Journal (und auch in all seinen Sonderausgaben) gezielt angesprochen werde:&lt;br /&gt;
Ein Mindestmaß an fachspezifischer Vorbildung sollte die Redaktion voraussetzen können.&lt;br /&gt;
&quot;Zielgruppe&quot; lautet da im Marketing wohl das Zauberwort.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber dann überlegte ich mir: &quot;&lt;em&gt;Nee, ist ja gut &amp;mdash; kann man ja mal sagen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vielleicht ist das ja wirklich nicht jedem klar?&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich finde es zwar höchst merkwürdig (und gefährlich), wenn man über die prinzipiellem Funktionweisen, Grenzen und Gefahren seiner Fahrzeuge so rein gar nichts weiß, aber vielleicht bin ich da auch ein wenig radikal oder gar altmodisch.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber wie auch immer: ich habe ja eine Schwäche für Erklär-Bären.&lt;br /&gt;
Ich liebe und verehre sie und eifere ihnen nach.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und wenn der Erklär-Bär meint, es sei nötig, seiner Zielgruppe etwas über die grundlegende Funktionsweise von Reifen zu erzählen, dann lausche ich ihm hingerissen.&lt;br /&gt;
Aber … lieber Erklär-Bär … gibt mir dann auch mehr Futter und quäle mich mit etwas mehr Details!&lt;br /&gt;
Ist ja nicht schlimm, wenn das nur wenige &quot;Experten&quot; interessiert.&lt;br /&gt;
Ich fühle mich lieber überfordert als unterfordert.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 May 2011 22:46:26 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Ende des Winterschlafs</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/125-Ende-des-Winterschlafs.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wochenlang stand sie da - vernachlässigt in der Tiefgarage.&lt;br /&gt;
Frierend, kaum beachtet und nicht einmal abgedeckt.&lt;br /&gt;
Und überhaupt! - &quot;Tiefgarage!&quot; Welch ein Wort für diesen Unterstand!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&quot;&lt;em&gt;Tiefgarage!&lt;/em&gt;&quot; Das sie nicht lachte!&lt;br /&gt;
Meterdickes Erdreich? Wohlige Wärme? Umspielt von steter wärmender Belüftung?&lt;br /&gt;
Oh nein! Von ihrem Standplatz aus konnte sie die Schneemassen sehen, die sich diesen Winter Zentimeter um Zentimeter aufhäuften und immer näher kamen.&lt;br /&gt;
Durch die offene Zufahrt pfiff der eisige Wind fast direkt auf ihren Motor; Kälte und Feuchtigkeit krochen Tag um Tag von den Reifen hinauf bis zu den Spiegelspitzen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Gut - die Kette hatte er noch einmal frisch gefettet nach der letzten kurzen Fahrt.&lt;br /&gt;
Aber sollte das wirklich alles sein?&lt;br /&gt;
Nach diesem Sommer, den sie gemeinsam erlebt hatten?&lt;br /&gt;
Hatte er sie vergessen? Sich vielleicht neuen Vergnügungen zugewendet?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So überwinterte sie, die Honda Transalp (XL 700 VA). Allein und einsam, aber nicht gebrochen.&lt;br /&gt;
Im Februar kam der Tag, an dem ER wieder die Garage betrat. Helm und Handschuhe bereit, die Kombi angelegt, die Stiefel geputzt.&lt;br /&gt;
Ihre Freude war groß: es sollte zur ersten Tour des Jahres losgehen. Der Dornröschenschlaf sollte vorüber sein.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Per Zündschlüssel zum Leben erweckt und mit dem Startknopf zum Dienst gerufen gab sie ihr bestes: ein kurzes Husten, ein leises Krächzen, dann ließ sie den Motor brummen und war bereit für die erste Fahrt seit langem.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Winterpause war beendet.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 07 Feb 2011 00:33:10 +0100</pubDate>
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    <title>Relativ kalt</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/124-Relativ-kalt.html</link>
            <category>Technik, die begeistert</category>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h2&gt;Winter: Kälte, Eis und Schnee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Auch wenn wir hier in Deutschland mit recht mildem Klima gesegnet sind, kann es doch zuweilen mal etwas schattig werden.&lt;br /&gt;
Falls sich dann noch Niederschlag dazu gesellt, kann man so manches &lt;a href=&quot;http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/119-Sozio-kulturelle-Bedeutung-von-Neuschnee.html&quot; title=&quot;Artikel: Sozio-kulturelle Bedeutung von Neuschnee&quot;&gt;erleben und beobachten&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Medien sprechen dann gerne von &quot;&lt;strong&gt;Scheechaos&lt;/strong&gt;&quot; &amp;mdash; ich greife lieber zu dem altmodischen Begriff &quot;Winter&quot;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nun gut: diesmal (2010/11) gab es ungewöhnlich viel Schnee. Und so manchen Morgen musste auch ich mit klammen Fingern Schnee und Eis von den Scheiben meines Autos kratzen, nachdem ich mich selbst erst einmal zu ihm durchgegraben hatte.&lt;br /&gt;
Und weil ich mehr so der &quot;Handschuhe-brauche-ich-nicht-Typ&quot; bin, gab das regelmäßig &lt;strong&gt;ziemlich kalte Finger&lt;/strong&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die kalten Finger wurden danach in meinen Hosentaschen wieder auf eine angenehme Betriebstemperatur gebracht und waren somit schnell wieder arbeitsfähig. (Zugegebenermaßen begleitet von wilden Flüchen, die mit &quot;&lt;em&gt;Hui, ist das wieder kühl heute morgen!&lt;/em&gt;&quot; nur sehr unzureichend wiedergegeben sind.)
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie war das denn eigentlich damals?&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Als Funktionsunterwäsche noch aus Baumwolle bestand,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;man noch echten Pelz tragen durfte,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;und die Jacke einfach nur aus Wachstuch war?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;
Wie haben es denn &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Edwin_Peary&quot; title=&quot;Link zu Wikipedia: Robert Edwin Peary&quot;&gt;Peary&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Matthew_Henson&quot; title=&quot;Link zu Wikipedia: Matthew Henson&quot;&gt;Henson&lt;/a&gt; und ihre Begleiter erlebt?&lt;br /&gt;
Ich tippe mal: &lt;strong&gt;kalt&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;mühsam&lt;/strong&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die beiden kennt keiner?&lt;br  /&gt;
Ich sag&#039; nur: &quot;Nordpol&quot; und verweise auf eine bekannte online-Enzyklopädie.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Roald_Amundsen&quot; title=&quot;Link zu Wikipedia: Roald Amundsen&quot;&gt;Amundsen&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Falcon_Scott&quot; title=&quot;Link zu Wikipedia: Robert Falcon Scott&quot;&gt;Scott&lt;/a&gt; sind vermutlich bekannter.&lt;br /&gt;
Aber auch sie hatten mit gleichen Problemen zu kämpfen wie ihre nördlichen Nachbarn: Kälte, Kälte, Kälte, Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
Und wenn es dann im Schein der Gas- oder Benzinbrenner im Zelt mal für einen Moment etwas wärmer wurde, gesellte sich vermutlich ein anderer Dämon dazu: die Feuchtigkeit.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Heute? Ein Spaziergang ins Eis?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
&quot;&lt;strong&gt;Spaziergang&lt;/strong&gt;&quot; mit Sicherheit nach wie vor nicht!&lt;br /&gt;
Aber im Zeitalter der Funktionsunterwäsche, der intelligenten Kleidung und der high-tech-Klamotten dürfte ein Ausflug zum nördlichen oder südlichen Pol nicht mehr so lebensbedrohlch sein wie er es vor gut 100 Jahren noch war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Trotzdem: zu meinen persönlichen Lieblingszielen gehören die Pole mit Sicherheit nicht.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 02 Feb 2011 18:48:35 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Gelesen: Sieh diese Erde leuchten</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/123-Gelesen-Sieh-diese-Erde-leuchten.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Tilmann Waldthaler, Carlson Reinhard&lt;/em&gt;: &lt;strong&gt;Sieh diese Erde leuchten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
30 Jahre mit dem Fahrrad um die Welt&lt;br /&gt;
(National Geographic, 2010)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auf dem rückwärtigen Einband heißt es &lt;em&gt;&quot;… seine Geschichten und Gedanken von unterwegs sind eine großartige Liebeserklärung an die Erde und ein Geschenk an alle Rad- und Reisebegeisterten.&quot;&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Andererseits sagt der Autor schon auf den ersten Seiten: &lt;em&gt;&quot;Dies ist kein Buch über das Radfahren. Es ist ein Buch über mein Leben.&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Und wenige Zeilen später liest man: &quot;&lt;em&gt;Radfahren selbst ist &amp;mdash; sorry &amp;mdash; langweilig.&lt;/em&gt;&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielleicht wäre diese Aussage des Autors eine bessere Wahl für den Klappentext gewesen.&lt;br /&gt;
In dem Buch geht es nämlich wirklich kaum um Radfahren und Reisen, Landschaft und Menschen, Anstrengung und Freude.&lt;br /&gt;
Es ist vielmehr eine Biografie des Radlers Tilmann Waldthaler, gespickt mit sehr eigenen Ansichten und machmal geradezu esoterisch anmutenden Denkweisen. Persönliche Erlebnisse &amp;mdash; leider viel zu oft solche, die mit dem Reisen per Rad nichts zu tun haben &amp;mdash; werden bunt mit philosophischen Weisheiten gemischt, die für meinen Geschmack zu sehr nach missionarischem Weltverbesserer klingen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Fazit:&lt;br /&gt;Nicht empfehlenwert, wenn man Erfahrungen eines Reisenden miterleben oder sein persönliches Fernweh pflegen möchte.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 23 Jan 2011 23:18:47 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Bestellbuchhandlung</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/118-Bestellbuchhandlung.html</link>
            <category>Allerlei</category>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Beim wochenendlichen Schlendern durch eine südwestdeutsche Kleinstadt fiel mein Blick auf die Beschriftung einer Schaufensterscheibe:
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center; font-size: 16px;&quot;&gt;
Bestellbuchhandlung
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein Blick durch selbige &amp;mdash; die Scheibe, nicht die Buchhandlung &amp;mdash; offenbarte einen kleinen Laden, mit drei Regalen voller Büchern und daneben etwas Dekorations- und Geschenk-Kram.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine &quot;Bestell-Buchhandlung&quot; ist also offenbar die offline-Konkurrenz zu amazon: der Kunde kann die Bücher zwar vorher nicht angucken, aber der Laden besorgt sie gerne.&lt;br /&gt;
Wollen wir im Interesse des Kunden und des Ladens selbst hoffen, dass dort fitte, findige, fixe und phantasievolle Verkäufer arbeiten.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 12 Dec 2010 16:17:16 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Gelesen: Abgefahren</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/104-Gelesen-Abgefahren.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Claudia Metz, Klaus Schubert&lt;/em&gt;: &lt;strong&gt;Abgefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In 16 Jahren um die Welt&lt;br /&gt;
(Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, 2001)
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Viele Leser finden dieses Buch erstklassig und inspirierend. Mich hat es gar nicht fesseln können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Versuch, 16 Jahre in gut 300 Seiten zu pressen, misslingt.&lt;br /&gt;
Da werden einerseits Kontinente oberflächlich durchquert und die Autoren wechseln blitzartig von einem Teil der Welt in den nächsten, andererseits werden viele Seiten darauf verwendet, über Umweltverschmutzung oder Politik zu fabulieren. Und spätestens an den Stellen, an denen die Erzählung ins Esoterische abgleitet, wurde es mühsam, das Buch weiter zu lesen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viele Reise-Informationen und -Erlebnisse bleiben auf der Strecke: ich hätte mir gewünscht, viel mehr über Länder und Leute zu erfahren, mehr Impressionen über Leben und Er-Leben vermittelt zu bekommen.&lt;br /&gt;
Hier wäre eindeutig &quot;mehr&quot; mehr gewesen &amp;mdash; vielleicht aufgeteilt auf mehrere Bücher.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Schreibstil erscheint mir unprofessionell &amp;mdash; böse gesagt, wie der erste Versuch, einen langen Bericht zu schreiben, ohne diesen nochmals zu überarbeiten. Ist es dabei nur Zufall, dass dieses Buch das einige der beiden Autoren geblieben ist?&lt;br /&gt;
16 Jahre sind sogar für eine Weltreise eine lange Zeit und bieten sicherlich Stoff für mehr als eine Publikation.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Alles in allem: ein faszinierendes Thema, aber leider in meinen Augen nicht gut umgesetzt.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 09 Jul 2010 18:00:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Gelesen: Island per Fahrrad</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/103-Gelesen-Island-per-Fahrrad.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;em&gt;Christian E. Hanning&lt;/em&gt;: &lt;strong&gt;Island &amp;ndash; Vulkane, Eis und Einsamkeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Eine extreme Tour per Rad&lt;br /&gt;
(Frederking &amp;amp; Thaler, 1992)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor gut 20 Jahren machte sich der Autor auf, um Island per Fahrrad zu umrunden.&lt;br /&gt;
In einem (offenbar nicht mehr erhältlichen) Taschenbuch, erzählt er sachlich, aber unterhaltsam, von seiner Reise und seinen Erlebnissen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Davon, dass er mehr als einmal bei Isländern auf ungläubiges Staunen stieß, als sie von seiner Reise erfuhren.&lt;br /&gt;
Davon, dass er mehr als einmal mit Wind, Wetter, Sand und Lava zu kämpfen hatte.&lt;br /&gt;
Davon, dass die Reise Material mordend war und auch ihm selbst immer wieder einiges abverlangte.&lt;br /&gt;
Und von seinen Erlebnissen mit Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Isländer, den Schönheiten der Natur und den Eindrücken von Ruhe und Freiheit, die er erlebte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ich hätte das Buch am liebsten in einem Stück gelesen.&lt;br /&gt;
Man leidet förmlich mit, wenn er seinen Drahtesel durch kalte Furten tragen muss, von lang anhaltendem Regen überrascht wird oder er sich besorgt fragt, ob sein Zelt auch diesen Sturm noch überstehen wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Buch macht Lust darauf, die Insel zu erkunden, wenn auch vielleicht nicht gerade per Rad. (Obwohl das heutzutage wohl anscheinend doch immer wieder einige Unerschrockene tun.)&lt;br /&gt;
Es ersetzt natürlich keinen klassischen Reiseführer; trotzdem erfährt der Leser auch viel über Landschaft und Kultur dieses Landes. Im Mittelpunkt steht aber diese eine Reise, über die der Autor aus seiner Sicht erzählt.
&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 08 Jul 2010 18:40:52 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/103-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Sturzbügelmontage für Anfänger</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/96-Sturzbuegelmontage-fuer-Anfaenger.html</link>
            <category>Technik, die begeistert</category>
            <category>Unterwegs</category>
    
    <comments>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/96-Sturzbuegelmontage-fuer-Anfaenger.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Sie lagen schon eine Weile im Keller, die Sturzbügel von SW-Motech, die ich für meine Honda Transalp (Modelljahr 2008) gekauft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Sicher ist sicher&quot;&lt;/cite&gt;, hatte ich mir kurz nach dem Erwerb der Maschine überlegt, &lt;cite&gt;&quot;und der erste Umfaller kommt bestimmt &amp;mdash; spätestens, wenn ich mal abseits von Asphalt unterwegs bin.&quot;&lt;/cite&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und so machte ich mich eines Samstags auf, die Bügel zu montieren.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Schrauberei&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Es ging also los: das Werkzeug geschnappt, die Bügel zum Motorrad getragen, die &lt;a href=&quot;http://www.louis.de/shop/zusatz/anl/10023994.pdf&quot; title=&quot;PDF: Montageanleitung SW-Motech Sturzbügel für Honda Transalp&quot;&gt;Montageanleitung&lt;/a&gt; studiert und frohen Mutes angefangen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ruhigen Gewissens nehme ich für mich in Anspruch, nicht mit zwei linken Händen versehen zu sein.&lt;br /&gt;
Kein IKEA-Möbel, vor dem ich bisher kapitulieren musste;&lt;br /&gt;
kein Hammer, dem ich einen plattgeklopften Daumen opferte;&lt;br /&gt;
kein elektrisches Gerät, dessen Montage irgendwelche Zuckungen bei mir ausgelöst hätte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Doch diesmal sollte es ein harter Kampf werden.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und die Angabe, die Montage solle ca. 1 Stunden dauern, stellte sich als grandiose Fehleinschätzung heraus.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Anleitung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Sagen wir mal so: &lt;strong&gt;wenn man weiß, wie es geht, ist es ganz einfach.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und irgendwie muss man auch zugeben, dass die Anleitung nicht falsch ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Andererseits: &lt;strong&gt;klare Beschreibungen sehen irgendwie auch anders aus.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ohne mit dem eigenen Unvermögen oder der Verbesserungsfähigkeit der Montageanleitung allzu sehr kokketieren zu wollen:&lt;br /&gt;
der ein oder andere Fluch huschte über meine Lippen und ein Repräsentant der Herstellerfirma hätte sich so manche spitze Bemerkung anhören müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Darum hier ein paar Ergänzungen von mir, deren Kenntnis mir eine Menge Zeit gespart und mich davor bewahrt hätten, das ein oder andere Teil dreimal ab- und wieder anzubauen. 
&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Plastikverkleidung unterhalb des Motors abschrauben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bügelhalterungen an Motorrad anbringen.&lt;br /&gt;Insbesondere auch die beiden Flachstreben (genannt &quot;Anbaublech&quot;), die in Richtung Zylinderköpfe nach oben führen.
  &lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Die Seite mit der Aussparung in der Strebe kommt dabei nach unten.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Diese beiden Streben werden mit einer langen Schraube, die durch die &quot;Querstrebe&quot; (das etwa 25 cm lange Rohr) geführt wird, mit einander verbunden.&lt;br /&gt;Um die Schraube durch die Querstrebe zu bekommen, ist eine langer Schraubenzieher, ein langer Draht oder ein ähnliches langes Ding sehr hilfreich.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Man sollte die Schrauben noch nicht zu fest anziehen!&lt;br /&gt;Die Streben wird man noch etwas bewegen müssen, wenn man die eigentlichen Sturzbügel anbaut.&lt;/li&gt;
  &lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Plastikverkleidung wieder anschrauben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Jetzt erst die eigentlichen Bügel anbringen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Dabei nicht wundern, wenn man an die ein oder andere Schraube nur etwas mühsam dran kommt. &lt;strong&gt;Das ist leider so.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(An dieser Stelle entsteht übrigens der dringende Wunsch, über eine extrem gute Ausstattung an Werkzeug zu verfügen. Insbesondere 15er Nüsse sind von unschätzbaren Wert.)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bewertung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Die Bügel machen einen ziemlich stabilen Eindruck. Man überlegt fast, das ein oder andere Gepäcksück daran befestigen zu können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich will nicht soweit gehen, zu behaupten, dass ich mich auf den ersten Sturz freue, aber sagen wir mal so:&lt;br /&gt;
ich sehe ihm relativ gelassen entgegen.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Lessons learnt:&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Obwohl ich drei verschiedene Steckschlüsselsätze in unterschiedlichen Größen besitze und mir schon unterstellt wurde, dass ich über Werkzeuge verfüge, die man niemals braucht: ich besitze keine 15er Nuss.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Allen Expertenmeinungen und Schätzungen zum Trotz - Dinge dauern so lange, wie sie dauern&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Man kann etwas narrensicher machen, aber nicht verdammt narrensicher.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 25 Apr 2010 00:30:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Opa erzählt</title>
    <link>http://www.eigenhirn.de/index.php?/archives/91-Opa-erzaehlt.html</link>
            <category>Unterwegs</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eigenhirn)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wenn ich heute im fortgeschrittenen Alter von fast 42 Jahren zurückblicke, stelle ich fest, dass immer wieder das ein oder andere motorgetriebene Zweirad meinen Lebensweg begleitet hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nicht, dass ich der geborene Moped-Enthusiast wäre!&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu &lt;a href=&quot;http://bikibike.wordpress.com/&quot; title=&quot;Link: Weblog von bikibike&quot;&gt;anderen Leuten&lt;/a&gt; bin ich das reinste Waisenkind.&lt;br /&gt;
Aber irgendwie ...
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Anfang&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
... war da um die Mitte der 1980er Jahre herum &lt;a href=&quot;http://www.moped-museum.de/zuendapp/zuendapp-rs50-r50.htm&quot; title=&quot;Link: Zündapp-Roller&quot;&gt;&lt;strong&gt;der Zündapp-Roller&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;, den sich einer meiner Brüder zurecht gemacht hatte, indem er dem Motto &quot;Aus drei alten mach einen neuen&quot; folgte: eine alte zweitaktige 50 ccm Möhre, die mit Mühe auf gute 40 km/h kam, mir aber eine ganze Weile gute Dienste leistete, nachdem sie de facto in mein Eigentum übergegangen war, als mein Bruder aufgrund von Wehrdienst und Studium keine Verwendung mehr für sie hatte.&lt;br /&gt;
Dieser Motorroller war quasi schuld daran, dass ich im zarten Alter von 16 Jahren den Führerschein Klasse 1B (wie er damals noch hieß) gemacht habe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Damit hätte ich zwar schon mehr als die kargen 50 ccm bewegen dürfen, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, und wenn die gebratene Taube schon in dasselbe mit Vollgas fliegt, investiert man doch gerne die paar Mark (damals noch) in das ein oder andere Versicherungs-Kennzeichen.&lt;br /&gt;
Mein Gott - was hat das damals gekostet? 100 DM pro Jahr vielleicht?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Damit war also das Fundament für meine persönliche Karriere im Bereich der motorisierten Zweiräder gelegt.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.moped-museum.de/zuendapp/pics/zuendapp-r50.jpg&quot; width=&quot;420&quot; alt=&quot;Motorroller Zündapp R50&quot; title=&quot;Motoroller Zündapp R50, Bild: www.moped-museum.de&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild &amp;copy; &lt;a href=&quot;http://www.moped-museum.de/&quot; title=&quot;Link: www.moped-museum.de&quot;&gt;Moped-Museum&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die adrette junge Dame auf dem Bild kenne ich übrigens nicht.&lt;br /&gt;
Etwaige Anfragen nach ihrer Telefonnummer sind also völlig zwecklos. &lt;img src=&quot;http://www.eigenhirn.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&quot;Mein&quot; Roller war auch nicht grün, sondern eher so weiß-nicht-wie-schmutzig-metalic.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Was ist aus der alten Zündapp geworden&lt;/strong&gt;  - die übrigens älter war als ich selbst?&lt;br /&gt;
Ich muss gestehen, dass sie viele Jahre, nachdem ich sie das letzte Mal bewegt habe, achtlos auf dem Schrott gelandet ist: sicherlich in schlechtem Zustand und jenseits von Gut und Böse.&lt;br /&gt;
Eigentlich jammerschade - heute wäre sie ein Schatz, wenn sie denn Pflege und Zuwendung erfahren hätte.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ausflug ins Gelände&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
1987 dann kamen erst Abitur und fast direkt danach der Wehrdienst auf mich zu.&lt;br /&gt;
Letzterer bescherte mir ein Dasein als Kradmelder: ein kleines grünes Männchen fährt auf einer &lt;a href=&quot;http://www.moped-museum.de/hercules/hercules-military-1970.htm&quot; title=&quot;Link: Hercules K 125 Military&quot;&gt;&lt;strong&gt;Hercules&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; durch die Pampa - knappe 125 ccm Hubraum bei sage und schreibe 12,5 PS Leistung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;img width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.eigenhirn.de/uploads/hercules.jpg&quot; alt=&quot;Hercules K125 BW&quot; title=&quot;Hercules K125 BW&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: eigene Aufnahme, 1988&lt;br /&gt;
Technische Details finden sich auf &lt;a href=&quot;http://www.moped-museum.de/hercules/hercules-military-1970.htm&quot; title=&quot;Link: Moped-Museum - Hercules K125 BW&quot;&gt;www.moped-museum.de&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nebeneffekte dieser Zeit waren ziemlich viel Spaß mit dem Moped im Gelände und ein vollwertiger Motorrad-Führerschein, den ich mir nach meiner Bundeswehr-Zeit problemlos in die zivile Variante umschreiben lassen konnte, ohne nochmals eine Prüfung oder dergleichen machen zu müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So ging das Jahr 1988 zu langsam zu Ende und ich stand im Herbst da mit frisch begonnenem Studium und einem Führerschein, der mir das Steuern eines jeden zugelassenen Motorrades erlaubt hätte.
&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Noch ein Roller - nur größer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Es dauerte nicht lange, bis ich mich nach einem passenden fahrbaren Untersatz umschaute.
&quot;Passend&quot; bezog sich zu dieser Zeit ganz stark auf die Begriffe &quot;Anschaffungs-&quot; und &quot;Unterhaltskosten&quot;; und so fand ich eine gebrauchte, aber nicht allzu alte und tadellos gepflegte Vespa.&lt;br /&gt;
Ganz in weiß (aber &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=hrtCR_vpOJE&quot; title=&quot;Link: Roy Black - Ganz in weiß&quot; target=&quot;_new&quot;&gt;ohne Blumenstrauß&lt;/a&gt;) stand sie vor meiner Kellerwohnung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;img width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.eigenhirn.de/uploads/vespa.jpg&quot; alt=&quot;Piaggo Vespa&quot; title=&quot;Motorroller Nummer 2: die weiße Vespa&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: eigene Aufnahme, ca. 1990&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die technischen Details habe ich vergessen - aber sie zählte aus Sicht meiner Versicherung als vollwertiges Motorrad und war mit ihrer geringen Leistung im Unterhalt spottbillig.&lt;br /&gt;
Und so fuhr ich tapfer ganzjährig bei Wind und Wetter durch die Gegend - bei kalten Temperaturen mit einem knall-orangen Thermo-Anzug, den ich gebraucht erstanden hatte und um den mich jedes Michelin-Männchen beneidete.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Update: ein &quot;richtiges Motorrad&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Der Mensch strebt nach Höherem - und als ich genug Geld zusammen hatte, kaufte ich mir ein nagelneues Motorrad: eine Yamaha XJ 600.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;img src=&quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/1f/Xj600.jpg&quot; width=&quot;420&quot; alt=&quot;Yamaha XJ 600&quot; title=&quot;Yamaha XJ 600, Baujahr 1984 - 1990&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Sascha Wasser, 1995, Creative Commons (cc-by-sa)&lt;br /&gt;
gefunden auf: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Xj_600&quot; title=&quot;Link: Wikipedia - Artikel &quot;Yamaha XJ 600&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Asche auch mein Haupt - ich weiß nicht mehr, &lt;em&gt;wann&lt;/em&gt; ich dieses Motorrad gekauft habe. Es muss so ungefähr 1992 gewesen sein.&lt;br /&gt;
Wie dem auch sei: ich fand&#039;s richtig toll, war hellauf begeistert und denke noch heute voller Wehmut an diese Maschine zurück.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine ganze Weile war sie meine treue Gefährtin: aufgepeppt mit Seitenkoffern war sie in der ersten Hälfte der 1990er Jahre eine fast tägliche Begleiterin meines Lebens.&lt;br /&gt;
Aber irgendwann fing sie dann an zu zicken: wenn sie mal ein paar Tage nicht bewegt wurde, wollte sie nicht mehr anspringen - eine übliche Schwäche dieses Modells, habe ich eine ganze Weile später erfahren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Lange habe ich sie behalten und immer mal wieder mit Starter-Spray zum Leben erweckt.
Unzählige Male habe ich solange georgelt, bis sie entweder ansprang oder die Batterie leer war.
Mehrmals hat sie Werkstätten von innen gesehen.&lt;br /&gt;
Einen Umzug musste sie im Transporter mitmachen, statt mit eigener Motorkraft von A nach B zu fahren.
Und dann stand sie viele Monate nur so in einer Garage.
&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Das Ende?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Mittlerweile hatte ich auch endlich mal (im zarten Alter von 31 Jahren) den PKW-Führerschein gemacht - und besaß sogar aufgrund einer noblen Spende ein Auto.&lt;br /&gt;
Das Motorrad hatte ich immer nur als Verkehrsmittel angesehen  - und eben nicht als Freizeit-Beschäftigung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dass andere Leute Motorradfahren als Philosophie -  ja geradezu als Lebensinhalt und Ideologie - betrachteten, hatte ich nie nachvollziehen können. Eine besondere Leidenschaft nur um des Fahren Willens hatte sich bis dahin nie bei mir einstellen wollen.&lt;br /&gt;
Ich hatte die Sache immer nur rein pragmatisch betrachtet: zufällig hatte ich den entsprechenden Führerschein und besaß auch immer einen passenden fahrbaren Untersatz.&lt;br /&gt;
Aber andererseits: Die XJ behielt ich - obwohl sie nicht lief und ich sie nicht fuhr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Endlich gab ich mir aber einen Ruck und verkaufte sie. - Ohne Zulassung und ohne TÜV.&lt;br /&gt;
Aber offenbar doch für billiges Geld, wenn ich an die Anzahl der Interessenten zurückdenke.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und so war ich ohne Motorrad und blieb es auch eine Weile ...&lt;br /&gt;
... bis durch eine Verkettung verschiedener Umstände, die im Einzelnen hier nichts zur Sache tun, wieder die Lust am Fahren in mir geweckt wurde.
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Transalp&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;
Mittlerweile schrieb man das Jahr 2009 und es musste wieder ein (eigenes) Motorrad her.&lt;br /&gt;
Es sollte die eierlegende Wollmilchsau sein: nicht zu klein, bequem, tourentauglich, gleichermaßen für die Straße wie fürs Gelände geeignet, weder allzu alt noch sehr teuer.&lt;br /&gt;
Kurz und gut: ich suchte ein Motorrad, das es nicht gibt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nach einigen Recherchen und der ein oder anderen Probefahrt fiel die Wahl dann auf eine Honda Transalp.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;img width=&quot;420&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.eigenhirn.de/uploads/transalp.jpg&quot; alt=&quot;Honda Transalp, RD13&quot; title=&quot;Honda Transalp: RD13 (Xl 700 VA), Modell 2008&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: eigene Aufnahme, April 2010&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine andere Farbe als ausgerechnet dieser Blauton wäre mir zwar lieber gewesen, aber angesichts der Tatsache, dass ich dieses Fahrzeug sehr preiswert als Vorführer erstehen konnte, ließ mich über dieses Detail hinwegsehen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bisherige Zusatz-Investitionen: Kofferhalter plus Koffer.&lt;br /&gt;
Und ein Sturzbügel, den ich endlich mal montieren muss.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 07 Apr 2010 22:30:00 +0200</pubDate>
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